Schreiben macht lustig.

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Schreiben ist sicherlich kein Allheilmittel, aber Liebeskummer lässt sich schon mal von der Seele schreiben, und dann liegen Weinen und Lachen plötzlich näher beisammen, als man denkt. Die wunderbare Diane Keaton alias Erica macht vor, wie es geht:


(Nancy Meyers: Was das Herz begehrt, 2003)

Aber auch in fachlichen Schreibprojekten kann Schreiben entlasten und somit befreien: Wissenschaftlich gesprochen schützt das Schreiben vor kognitiver Überlastung des Gehirns. Wenn wir uns stark vereinfacht das Gehirn wie ein Ladengeschäft vorstellen, in dem wir hinten ein Lager (das Langzeitgedächtnis) haben und vorne den Verkaufsraum (das Kurzzeitgedächtnis), dann entspräche das Schreiben dem stetigen Verkauf der Waren oder eben auch mal einer spontanen Verkaufsaktion, nach dem Motto „Alles muss raus“. So schaffen wir schreibend fortwährend Platz für neue Gedanken und Ideen, die sozusagen aus dem Lager nachrutschen können, weil vorn im Laden wieder Platz ist. Und oft finden wir im Lager dann auch noch verborgene und vergessene Schätze, Waren aus der letzten Saison, die nun wieder top-aktuell sind …
Wann immer Sie also das Gefühl haben, es sei zu viel los in Ihrem Kopf, nehmen Sie Papier und Stift oder Ihr Notebook und schreiben Sie! Gern auch einfach drauf los. Ordnen, sortieren, ergänzen, schmücken, alles, was gewissermaßen notwendig ist – ich kehre zurück zur Laden-Metapher – um das Angebot im Schaufenster auszustellen und zu dekorieren … kommt später. Hauptsache, hinten im Lager und vorn im Laden ist wieder Platz!

The writress’ blog (2)

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zu viel im Kopf und alles durcheinander ... (c) .marqs / photocase.com

Die Doktorarbeit will mir nicht so Recht von der Hand gehen, dabei bin ich hochmotiviert. Aber da sind tausend Dinge, die auch erledigt werden müssen, denn schließlich muss ich ja auch von etwas leben…

Ich denke, dieses Schicksal teile ich mit vielen Doktoranden und Doktorandinnen. Sicherlich: es gibt auch die anderen, die mit den Stipendien, ohne Kinder, mit einer Familie im Rücken und Geld auf dem Konto. Glückliche WissenschaftlerInnen, die sich nur auf eines konzentrieren müssen, nämlich ihre Diss. Zu diesen Menschen gehöre ich nicht.

Und wenn ich mich so umhöre, so höre ich immer wieder auch das: ich habe auch mal angefangen, eine Doktorarbeit zu schreiben, habe dann aber wieder aufgegeben, als die Kinder kamen, als ich anfing zu arbeiten oder oder oder

Ich gebe nicht auf. Versprochen. Aber es ist schwer. Und das muss auch mal in aller Deutlichkeit gesagt werden. Es ist schwer, den Kopf frei zu bekommen, wenn man so viel im Kopf und um die Ohren hat wie viele Akademikerinnen, die zugleich auch Mütter sind.

Heulen hilft bloß auch nicht weiter. Was mir im Moment hilft? Den Anspruch an mich selbst herunterzuschrauben. Indem ich die Doktorarbeit von ihrem Sockel hebe. Da habe ich sie nämlich hingestellt: Oh, du heilige DOKTORARBEIT! So was erschaffen nur ganz besondere und überaus kluge Menschen, gottgleiche Wesen eigentlich …

Blödsinn! Eine Doktorarbeit ist kein Monumentalbauwerk und kein Denkmal, das ich mir setze, sondern lediglich ein weiterer Meilenstein wie das Abitur, mein Buchhändler-Zeugnis und das Ingenieurdiplom, also einer von vielen. Und wohin der Weg führt, den diese Meilensteine säumen, weiß niemand.

Wenn der Kopf ohnehin schon voll ist mit tausend Sachen, dann passt ein Denkmal natürlich nicht mehr hinein. Aber ein einfaches Manuskript bringe ich schon noch unter. Und ich werde mir einfach vorstellen, es sei nicht meine Doktorarbeit, sondern eine Auftragsarbeit. Der Witz daran ist: den Auftrag, ein wissenschaftliches Manuskript von 300 Seiten zu überarbeiten, würde ich in vier Wochen sicherlich erledigen können, möglicherweise sogar schon früher.

Na, mal sehen …

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Das Foto „I was here“ hat .marqs gemacht. Gefunden habe ich es bei www.photocase.com. … Wo sonst?

Textistenzia im Januar

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Ich wünsche Ihnen ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr 2011 sowie Erfolg und Spaß bei Ihren Schreibprojekten.

Ob Flyer für die neu eröffnete Yogapraxis, Unterrichtsentwurf für die Schulevaluation in der nächsten Woche oder Businessplan für ein Gründungsvorhaben als beratende Ingenieurin – für viele Menschen ist der Berufsalltag voller Texte, die ‚mal eben‘ geschrieben werden wollen.
Fehlen Ihnen dabei einmal die Worte, wenden Sie sich gern auch in diesem Jahr wieder an mich! Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.

Ich selbst starte in das neue Jahr nicht nur mit vielen guten Vorsätzen (mehr Sport treiben, Buch schreiben, Dissertation schreiben usw.), sondern auch mit dem Intensivkurs „German for Engineers“ im Rahmen des Programmes Duke in Berlin 2011. In dem Kurs bringe ich US-amerikanischen Studierenden die Fachsprache der Ingenieurwissenschaften näher und bereite sie auf das Studium im Sommersemester an der TU Berlin vor.

Mein Terminkalender ist daher im Januar fast voll. In dringenden Fällen erreichen Sie mich aber gern über das Kontaktformular oder direkt per email unter info(at)textistenzia.de.

Und natürlich wünsche ich Ihnen auch in diesem Jahr wieder: Viel Spaß beim Lesen! Viel Spaß beim Schreiben!

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