Fragment zu „Puschelberge“

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Ein schlafendes Tier bewacht den Wald ... (c) time. / photocase.com

Ein schlafendes Tier bewacht den Wald. Tagsüber liegt es ganz still, atmet kaum. Ein Wanderer, auf seinem Weg, denkt es sei ein Berg und läuft achtlos weiter.
Wehe, betritt er den Wald nach Mitternacht.
Einst, so erzählt der Alte am Tisch in der Ecke neben dem Ofen, soll einer es gewagt haben. „Er kehrte nicht zurück“.
Dann schwieg der Alte.

Ich schenkte ihm Wein nach. „Was ist in dem Wald?“, fragte ich.
Der Alte blickte mich an und ich sah Verachtung in seinen Augen. „Frage nie Fragen, deren Antworten Du nicht wissen willst.“ sagte er schließlich.

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Eine Geschichte zum Weiterschreiben: ich bitte um Fortsetzungen!

Das Foto ‚Puschelberge mit Höhlenwächtern, findet Lukas‘ stammt von time. gefunden bei www.photocase.de. Vielen Dank!

„Licht am Ende des Tunnels“

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Eine Diplom-Pflegewirtin (FH) und Mitarbeiterin der Charité – Universitätsmedizin Berlin schreibt mir nach einem Text-Coaching:

Wenn die eine oder der andere im Text stecken zu bleiben scheint, würde ich sogleich Judith empfehlen. Warum? Weil ….

  • das Gespräch als Dialog verläuft,
  • sie mir die Fragen stellt, die mich keine Freundin traut zu fragen, und doch so wichtig sind, um zum Wesentlichen vordringen zu können,
  • ich nicht unter Zeitdruck stehe wie bei manch anderer Coachingsitzung, in der innerhalb von 90 Minuten um jeden Preis ein Ergebnis vorliegen muss, das unter Umständen dann eher erzwungen wirkt als erarbeitet wird,
  • ich den Eindruck habe, trotz der Herausforderungen des Textmaterials wieder Licht am Ende des Tunnels sehen zu können und mich motiviert an die Umgestaltung wage.

Ich danke Dir für die fachlich wertvolle und zugleich ermutigende Unterstützung.

Wichtige Information zum „Textlabor“!

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Die Lehrveranstaltung „Textlabor – Schreiben in den Ingenieurwissenschaften“ für ausländische Studierende der TU Berlin ist ausgebucht.

Wenn Sie noch einen Platz wollen, tragen Sie sich bitte hier in die Warteliste ein: Erfahrungsgemäß werden in der ersten Semesterwoche einige Plätze wieder frei. In diesem Fall erhalten Sie von der Zentraleinrichtung Moderne Sprachen der TU Berlin eine mail und bekommen vielleicht doch noch einen Platz.

Charismatische Schreiborte: Beim Gasometer

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Es ist der letzte Sonntag im August, das Ende eines zu kurzen Sommers ist absehbar. Gern würde ich die letzten warmen Tage nutzen, aber nein: ich habe zu tun!

Aber wozu drinnen am Schreibtisch arbeiten, wenn ich auch draußen arbeiten kann? Meine heutige Schreibaufgabe ist nämlich vor allem eine Leseaufgabe: ich muss meinen Businessplan für mein Gründungsvorhaben auf inhaltliche Lücken und Widersprüche hin lesen und dann überarbeiten, dabei Grammatik und Rechtschreibung korrigieren und noch etwas an den Formulierungen feilen. Dafür brauche ich kein Internet und auch keinen PC, sondern am besten einen Umgebungswechsel.

Schreibblock (c) Judith Theuerkauf

Ein Park soll es sein und in der Nähe soll er sein. Mein Arbeitsausflug führt mich daher zu dem neu angelegten Minipark am Fuße des Schöneberger Gasometers, der sogenannten GASAG-Nordspitze.

Charismatisch wird der Ort für mich durch die Präsenz des Gasometers; ich liebe den maroden Charme von Industriedenkmälern. Ich fühle mich klein angesichts der Vergänglichkeit einstiger Ingenieurbaukunst einerseits und ihrer Beständigkeit andererseits, denn der Gasometer macht für seine 100 Jahre noch einen recht stabilen Eindruck …

Im Park haben vorrausschauende Landschaftsplaner oder –planerinnen einige Schreibblöcke (haha!) auf der Wiese verteilt. Das finde ich schon mal nett und ich breite meine Unterlagen auf einem der hellgrauen Steinklötze aus. Hm, etwas kühl ist es schon auf den Stufen – Notiz an mich selbst: nächstes Mal Kissen mitnehmen. Für heute aber ist es (gerade noch) warm genug. mehr »

Neu erschienen

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Ella Grieshammer, Nora Peters und ich haben gemeinsam den Artikel „MasterYourThesis: Konzept zur integrierten Sprachlern- und Schreibberatung für ausländische Masterstudierende“ geschrieben.

Abstract
Eine der Folgen der europaweiten Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge ist, dass immer mehr Studierende ihren Bachelor im Heimatland, ihren Master hingegen im Ausland, z.B. in Deutschland, absolvieren. An diese Zielgruppe mit ihren speziellen Potentialen und Schwierigkeiten richtete sich das Projekt MasterYourThesis (MYT) an der TU Berlin. Dieser Beitrag stellt zum einen die Erfahrungen mit Masterstudierenden in Schreib- und Sprachlernberatungen, die innerhalb des Projektes durchgeführt wurden, vor sowie die Thesen, die wir aus den Beratungen ableiten konnten. Ausgehend von diesen Thesen erläutern wir das MYT-Beratungskonzept als eines der Projektergebnisse.

Der Artikel ist in dem Tagungsband „Ansätze zur Förderung akademischer Schreibkompetenz an der Hochschule“ zur gleichnamigen Fachtagung am 2.-3. März 2009 an der Universität Bielefeld erschienen. Das Buch kann ab sofort über den Fachverband Deutsch als Fremdsprache oder auch Amazon bestellt werden.

„Das krieg ich nicht gegendert“ – gendersensible Sprache in Fachtexten

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Derzeit befragt die taz in ihrem Blog ihre Leser und Leserinnen, ob sie das Binnen-I zur sprachlichen Integration der weiblichen Formen und Endungen beibehalten solle oder nicht.

Ich möchte zu dieser Frage etwas aus einem Artikel zitieren, den ich gemeinsam mit Dr. Maria Steinmetz veröffentlicht habe. In dem Artikel berichten wir darüber, wie wir Genderaspekte in den AssisThesis-Leitfäden berücksichtigt haben. Dabei haben wir uns – nicht ohne Schwierigkeiten – selbst bemüht, die Leitfäden gendersensibel zu formulieren:

Sprachliche Pauschal-Lösungen wollten wir vermeiden; stattdessen haben wir immer wieder im Text, sozusagen an Ort und Stelle, entschieden, welche Formulierung uns passend erschien. Dabei spielten für die Auswahl bestimmter Formen auch Kriterien eine Rolle wie inhaltlicher Zusammenhang, vorhandener Platz und Satzlänge. So verwenden wir auch die (zugegeben sprachlich unelegante) Form mit dem großen ‚I, wie beispielsweise in ‚ProfessorInnen’ anstelle einer symmetrischen Nennung der männlichen und weiblichen Formen (‚Professoren und Professorinnen’), wenn es aus Platzgründen erforderlich war oder der betreffende Satz nicht über die Gebühr lang werden sollte.

Dabei ist uns selbst nicht immer leicht gefallen, sprachlich ‚eingeschliffene’ Formulierungen abzulegen. Wir konnten bei uns selbst anfängliche Widerstände beobachten: Reicht es denn nicht, dass unser Team ausschließlich aus Frauen besteht? Wir wissen doch, dass wir emanzipiert sind… mehr »

Textistenzia im Oktober

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Geplante Aktivitäten:

  • Am 19. Oktober beginnt wieder meine semesterbegleitende Lehrveranstaltung „Textlabor – Schreiben in den Ingenieurwissenschaften“ für ausländische Studierende der TU Berlin. Diesen Kurs gibt es schon seit fünf Jahren und er macht mir immer wieder großen Spaß.
  • Außerdem biete ich erstmalig vier Workshops an der Fakultät I der TU Berlin für Lehramtsstudenten und -studentinnen an. Das wird sicherlich spannend, denn die Schreibkompetenz und die schreibdidaktische Kompetenz von vielen Lehrern und Lehrerinnen ist aus meiner Sicht – ich sag es mal frei heraus – eine Baustelle. Die Workshops werden jedoch nur „intern“ durchgeführt, eine Anmeldung für externe Teilnehmer ist daher leider nicht möglich.
  • Meine Dissertation hat sich im September nur gedanklich, aber nicht auf dem Papier weiter bewegt. Nächste Woche treffe ich meinen Doktorvater, um über die Rohversion zu sprechen, und danach geht es dann endlich weiter.
  • Natürlich gibt es auch weitere Blog-Beiträge; der schon für September angekündigte Beitrag „Charismatische Schreiborte“ ist fast fertig und spätestens in der Monatsmitte wird es auch wieder eine Bildergeschichte geben.

Viel Spaß beim Lesen! Viel Spaß beim Schreiben!

Textlabor – Schreiben in den Ingenieurwissenschaften

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In diesem Kurs lernen Sie, allein und in Gruppen ingenieurwissenschaftliche Texte (z.B. proposal, Bachelor- und Masterarbeit, scientific papers) zu schreiben. Themen im Kurs sind u.a.: Themenfindung und Zieldefinition, Zitierkonventionen, effektives Schreiben am PC, Gliederung der Arbeit, Fachstil und angemessene Formulierungen, Schreibmethoden und -strategien.

Ihre Voraussetzungen sind: gute deutsche Sprachkenntnisse, ingenieurwissenschaftliche Fachkenntnisse (Grundlagen), Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit.

Für diesen Kurs erhalten Sie bei regelmäßiger Teilnahme und Abgabe einer prüfungsäquivalenten Leistung 6 ECTS-Punkte.

Kurzinfo:

  • Zielgruppe: ausländische Studierende der TU Berlin
  • Zeit: semesterbegleitend, dienstags, 14 bis 20 Uhr
  • Beginn: 19.10.2010
  • Ort: TU Berlin, Raum TEL 610
  • Kosten: 48 € für den gesamten Kurs, Unterrichtsmaterial ist inklusive
  • Anmeldung: unbedingt notwendig, Beginn der online-Anmeldungen am 11.10.2010 um 10 Uhr* und bitte nur hier (auf der Seite ganz bis nach unten scrollen)
  • Veranstalter: Zentraleinrichtung Moderne Sprachen der TU Berlin

*Wichtiger Hinweis: Die Nachfrage nach dem Kurs ist sehr hoch. Letztes Semester war der Kurs innerhalb von 30 Minuten ausgebucht. Sie müssen also schnell sein!

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